Eichenzell

Blog zur Lokalpolitik in Eichenzell

Joachim Bohl, Dirk Fischer und Dieter Kolb antworten auf die 1. Frage des 2. Online Interview

Dieter Kolb, Bürgermeisterkandidat 2008 für EichenzellJoachim BohlDirk FischerHier die Antworten der Kandidaten Joachim Bohl, Dirk Fischer und Dieter Kolb  zur 1. Frage. 
 
1. Frage
 

In der Fuldaer Zeitung von heute (29.11.2007) konnten wir einen Bericht über die Podiumsdiskussion der IGIR zum Industriepark Rhön lesen. Am Ende des Artikels war zu lesen: Auch auf die Frage des Moderators, was sie an ihrem ersten Arbeitstag als Bürgermeister zu tun gedenken, waren sich die Bewerber einig. Natürlich solle umgehend ein erstes Gespräch mit dem Igir-Vorstand erfolgen, sagten sie unisono.“  
 
Mein Eindruck ist, dass sich viele Mitbürger und Gewerbetreibende in der Gemeinde Eichenzell durch solche Aussagen etwas verhöhnt vorkommen müssen, da es bestimmt wichtigere Themen für Eichenzell als ein Gespräch mit dem IGIR Vorstand gibt.
 
Bitte nutzen Sie die Gelegenheit, Ihren „ersten Tag als Bürgermeister“ und die ersten drei Entscheidungen, die Sie treffen werden, genauer zu beschreiben. 
 

Antwort Joachim Bohl: 
 
Im Laufe des ersten Tages möchte ich mit den Mitarbeitern der Verwaltung sprechen. Schließlich wäre ich ja dann für die nächsten 6 Jahre (vielleicht auch 12, 18 oder mehr Jahre) Chef der Verwaltung und mir liegt viel an einem fairen und offenen Umgang untereinander. Auch ein Gespräch mit dem Vorstand der IGIR (Interessengemeinschaft Industriepark Rhön) möchte ich gerne am ersten Tag führen. Dies soll auch ganz bewusst ein Zeichen besonderer Wertschätzung sein. Die IGIR repräsentiert einen großen Teil der hier ansässiger Betriebe, die viele der insgesamt rund 4000 Arbeits- und Ausbildungsplätze in unserer Gemeinde anbieten. Ich möchte auch die Erfahrung und Kompetenz der IGIR nutzen, um den Wirtschaftsstandort Eichenzell weiter zu entwickeln. Dies ist zum Vorteil der gesamten Gemeinde. Selbstverständlich werde ich auch das Gespräch mit andere Vereinigungen suchen (z.B. „Eichenzell handelt“). Als Bürgermeister will und werde ich Ansprechpartner für alle Interessengruppen sein.
 
Zu Beginn meiner Amtszeit möchte ich mich zuerst um die Situation der Betreuung von Grundschülern in der Gemeinde Eichenzell kümmern. Dies ist für viele Eltern ein dringendes Problem. Weiterhin möchte ich die Einrichtung eines Seniorenbeirats vorbereiten, damit es für die Belange der Senioren auch ein Sprachrohr gibt. In der Verwaltung werde ich die Öffnungszeiten des Bürgerbüros auf den Samstagvormittag ausdehnen. Hinzu kommen viele andere Themenfelder, die zum Beruf eines Bürgermeisters gehören.
 
Antwort Dirk Fischer:
Sehr geehrter Herr Weber, 
schade, dass Sie bei der Veranstaltung der IGIR nicht anwesend waren, denn dann hätten Sie selbst einen Eindruck der Kandidaten und deren Vorhaben bekommen. Der Moderator, Herr Nies fragte nach den ersten drei politischen Entscheidungen der Kandidaten nach ihrem eventuellen Wahlerfolg. Meine Antwort hierzu war:Wir haben mit unserem Schlösschen eine moderne Verwaltung bekommen und die Öffnungszeiten des neuen Bürgerbüros sind sehr moderat. Ich bin jedoch der Meinung, dass es nach wie vor für einige unserer Mitbürger und Mitbürgerinnen nicht möglich ist, die Öffnungszeiten ohne Umstände war zu nehmen. Aus diesem Grund möchte ich einen Dienstleistungssamstag einführen und somit die Möglichkeit geben, jeden ersten Samstag im Monat, unser Bürgerbüro für zwei Stunden besuchen zu können.  Weiterhin möchte ich die Öffnungszeiten des Dienstleistungsmittwochs auf bis 20.00 Uhr ausdehnen, um vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Möglichkeiten des Verwaltungsbesuchs zu ermöglichen. 
 
Als zweite Entscheidung gab ich an, die Öffnungszeiten der Kindergärten von 7.00 Uhr bis 17.00 Uhr auszudehnen, um Familie und Beruf gerade für Alleinerziehende Eltern zu erleichtern. Auch sagte ich, selbstverständlich werde ich Gespräche mit der IGIR führen, und ich möchte Fakten hören, was man in unseren Industriegebieten verbessern kann bzw. muss. Dass hat aber nichts mit der Fragestellung und den politischen Entscheidungen zu tun.  Wenn ich am 27.Januar 2008 von den Wählerinnen und Wählern das Vertrauen bekomme, werde ich dem amtierenden Bürgermeister Rudolf Breithecker  ab dem 29.Januar 2008 über die Schultern schauen und mich noch mehr einbringen als jetzt schon. Ich werde die fünf Monate bis zu meinem Amtsantritt aktiv nutzen, um Veränderungen gemeinsam mit Herrn Breithecker herbeizuführen.
 
Antwort Dieter Kolb:
Da der  erste Tag als Bürgermeister  mit Sicherheit durch eine Vielzahl von spontanen Anrufen und Besuchen geprägt sein wird, dürfte ein genauer  Ablauf nur schwer planbar sein.
Als eine der ersten Maßnahmen  werde ich eine Personalversammlung einberufen, um mit allen Beschäftigten der Verwaltung meine Ziele und Vorstellungen zu einer modernen und bürgernahen Verwaltung zu besprechen.
 
Des Weiteren werde ich sehr zeitnah  mit allen wichtigen Gruppierungen, Organisationen und Vereinen Termine für ein erstes Gespräch vereinbaren. Dabei hat  ein Treffen mit dem Vorstand der IGIR  aber auch mit Vereinigungen aller anderen Gewerbetreibenden sicher eine hohe Priorität.

Erste Entscheidungen werde ich dann treffen, wenn zu bestimmten Handlungsfeldern wie Öffnungszeiten der Kindergärten oder der Gemeindeverwaltung, ein entsprechender Bedarf genauer festgestellt ist  und Umsetzungsmöglichkeiten mit den Betroffenen erörtert wurden.
 
 

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