Talfahrt bei Tagesgeldzinsen zu Ende?
Seit November 2008 kannten die Zinsen beim Tagesgeld nur eine Richtung: abwärts. Das geht auch aus den Statistiken zur „Zinsentwicklung bei Tagesgeld“ des Fachportals tagesgeldvergleich.net hervor. Gab es auf 5.000 Euro Einlage und bei einem Monat Anlagedauer im November 2008 noch durchschnittlich 4,57 Prozent Zinsen pro Jahr so betrug der Durchschnittszins aller auf dem Portal verglichenen Angebote im Juli 2010 nur noch 1,63 Prozent. Ein Absturz um 64,33 Prozent!
So langsam scheint diese Talfahrt aber gestoppt. Laut derselben Statistik legten die Zinsen im August 2010 erstmals wieder deutlich zu (auf 1,73 Prozent nach 1,62 Prozent im Vormonat – beide Werte bei 5.000 Euro Einlage und bei einem Monat Anlagedauer) und auch Ende August steht der Durchschnittszins bei über 1,70 Prozent pro Jahr.
Nach zahllosen Zinssenkungen gibt es aktuell schon wieder eine ganze Reihe erster Zinserhöhungen, allen voran die Volkswagen Bank mit nunmehr bis zu 2,00 anstatt bisher 1,50 Prozent pro Jahr und die Bank of Scotland mit 2,20 anstatt 2,10 Prozent pro Jahr. Wie hoch die derzeit auf unterschiedlich hohe Einlagen gewährten Zinsen sind, zeigt der Tagesgeldkonto-Vergleich des Fachportals tagesgeld.info, welcher derzeit für reine Tagesgeldkonten bis zu 2,20 Prozent pro Jahr und für Kombiangebote wie das Depotwechsel-Angebot von Cortal Consors bis zu 4,00 Prozent pro Jahr auswirft.
Anleger, die auf Tagesgeld setzen, können sich daher freuen, denn Zinserhöhungen bedeuten bei ihnen mehr Geld in der Tasche bzw. auf dem Konto. Wer bislang noch in einem niedrig verzinsten Produkt festsitzt, sollte die Tatsache nutzen, dass man Tagesgeldkonten täglich kündigen kann, und zu einem besser verzinsten Konto greifen.